Meine Schillerlocken Teil II – gelungen!

Vor ein paar Tagen habe ich darüber berichtet, dass ich Schillerlocken – das Gebäck, nicht den Fisch! – zubereiten möchte. Und ich habe mich gefragt, ob mein Vorhaben auch tatsächlich ordentliche Ergebnisse hervorbringen wird. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches „Danke“ für Eure Tipps. Ich habe die Schillerlocken nun gebacken und mit einer Sahne-Haselnusskrokant-Füllung versehen. Wie bereits berichtet, habe ich mir nicht die Mühe gemacht, den Blätterteig selbst herzustellen, sondern griff stattdessen auf fertigen Blätterteig aus der Kühltruhe (Beispielprodukt) zurück.

Ich hatte die Sorge, dass der Blätterteig im Backofen zu sehr aufgehen würde, aber diese Sorge war unbegründet. Er ging kaum merklich auf und die „Trichter“ wurden recht ansehnlich. Ich hatte mir für mein Backexperiment extra Schillerlockenbackformen besorgt. Diese hatten sich als sehr hilfreich erwiesen, denn nur so konnte das Gebäck seine typische Form bekommen. Jetzt wollt ihr sicherlich sehen, wie die Schillerlocken geworden sind. Oder?

Die Trichter sind teilweise etwas dunkler geworden. Warum ist einfach erklärt! Der Blätterteig wird, bevor er im Backofen gebacken wird, mit einer Mischung aus 1 Eigelb und 3 EL Milch bepinselt. Danach werden die Trichter in einer Mischung aus 100gr Zucker und 1 Pk Vanillinzucker gewälzt. Während des Backens karamellisiert der Zucker und lässt hier und da dunklere Flächen zurück. Dies jedoch ist kein Beinbruch, es schmeckt trotzdem gut.

Die Zutaten

  • 1-2 Pk Blätterteig, gerollt (aus dem Kühlregal)
  • 3 Becher Sahne (Schlagsahne, Rahm)
  • 100 gr Haselnusskrokant
  • 2 Pk Vanillinzucker (kein Bourbon-Vanillinzucker!)
  • 2-3 Pk Sahnesteif
  • 1 Eigelb
  • 3 EL Milch
  • 100 gr Zucker
  • 1 Pk Vanillinzucker
  • Ggf. Puderzucker
  • Ggf. Pistazien, gehackt
  • Schillerlockenformen (20 Stück, hier erhältlich)

Das Rezept

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Aus Zeitmangel habe ich fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal verwendet. Wer sich die Mühe machen möchte, den Blätterteig selbst herzustellen, findet im Internet haufenweise bebilderte Anleitungen und auch Videos zu diesem Thema. Aber ich kann Euch sagen: es ist sehr zeitaufwendig! Daher greife ich bei allem, das ich backe, immer auf fertigen Blätterteig zurück, der genau so gut schmeckt, wie ein selbstgemachter.

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Den fertigen Blätterteig, der meist gerollt ist, einfach ausrollen und in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden – natürlich an der langen Seite entlang schneiden, ansonsten werden die Streifen viel zu kurz für die Schillerlockenformen. Die Schillerlockenformen zur Hand nehmen und darüber direkt aus dem Wasserhahn nun kühles Wasser laufen lassen. Die Formen befeuchtet lassen, nicht abtrocknen.

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Den Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen. Nun um jede Schillerlockenform einen Streifen vom Blätterteig wickeln. Dabei wie beschrieben vorgehen: von der Spitze her um die Form wickeln (somit unten beginnen!) und zwar so, dass der Teigstreifen mit zwei Dritteln eine Rundung bedeckt und das letzte Drittel den vorhergehenden Streifen überlappt.

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Tipp (vom Hören/Sagen): Alufolie dick um eine leere Frischhalte- oder Alufolienrolle wickeln und um diese Rolle dann den Blätterteig wie beschrieben wickeln. Das habe ich noch nie getestet, kann also für nichts garantieren. Ich habe von diesem „Behelfsmittel“ nur gehört. Am Besten wäre es vielleicht, sich Schillerlockenformen zuzulegen. Diese sind schon für kleines Geld käuflich zu erwerben.

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Die umwickelten Schillerlockenformen zur Seite stellen. Nun 1 Eigelb mit 3 EL Milch verquirlen. Außerdem 100 gramm Zucker mit 1 Päckchen Vanillinzucker vermischen (auf einem flachen Teller!). Jede Schillerlockenform nun mit der Eigelb-Milch Mischung bestreichen und danach in der Zucker-Vanillinzucker Mischung wälzen. Die Form danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (nicht stellen!).

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Ist der Backofen ordentlich vorgeheizt und die Schillerlockenformen auf dem Backblech angeordnet, so werden sie für 15 bis 20 Minuten gebacken. Während des Backens beobachten. Jeder Backofen backt anders. Die Schillerlocken sollen zwar durchgebacken, aber nicht zu dunkel sein.

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Ist das Gebäck fertig gebacken, das Blech aus dem Ofen nehmen. Nach einer kurzen Phase des Abkühlens, den Blätterteig von den Formen lösen. Dies geht sehr einfach. Man sollte nur darauf achten, das Gebäck nicht zu hart anzufassen, da es ansonsten zerbrechen kann. Die einzelnen Trichter nun auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

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Nun die Sahne-Haselnusskrokant Füllung zubereiten. Dazu 3 Becher Sahne (Schlagsahne, Ram), 2 Päckchen Vanillinzucker und 2-3 Päckchen Sahnesteif in einen hohen Rührbecher geben. Mit dem Handrührgerät steif schlagen. Danach 100 gramm Haselnusskrokant mit einem Teigschaber unterheben.

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Die ausgekühlten Schillerlocken nun zur Hand nehmen. Mit einem Teelöffel vorsichtig befüllen und dabei auch darauf achten, dass die Sahne-Haselnusskrokant Füllung den Trichter auch am unteren Ende ausfüllt. Wer einen Spritzbeutel besitzt, der kann natürlich damit arbeiten. Jedoch bräuchte man dann jemanden, der hilft. Denn Trichter festhalten und mit dem Spritzbeutel arbeiten wird alleine vielleicht ein bisschen schwierig. Sind alle Schillerlocken befüllt, diese auf eine Servierplatte legen, mit Puderzucker bestreuen und mit Pistazien (gehackt) verzieren.

Natürlich gibt es, wie gewohnt, zu diesem Rezept auch einen Download in Form einer PDF-Datei. Wenn Du Dir das Rezept gerne merken würdest, empfehle ich Dir den Besuch dieser Seite: https://famillini.de/downloads/

Bitte beachte, dass das Rezept eine PDF-Datei ist. Um sie zu öffnen benötigtst Du einen PDF-Reader wie den Acrobat Reader DC (er ermöglicht Dir das Anzeigen, Drucken, Unterzeichnen und Kommentieren von PDF-Dokumenten). Du kannst den Acrobat Reader DC hier kostenlos herunterladen: Download

Schillerlocken – ein Experiment, das gelingt?

Aaalso, ich bin auf das Gebäck „Schillerlocken“ gestoßen. Durch puren Zufall beim Stöbern durch das liebe Internet. Mmmhhh…ich mag Gebäck. Und ich mag Blätterteig. Früher führte die Bäckerei/Konditorei bei uns im Ort noch dieses Gebäck, doch leider wurden die Schillerlocken aufgrund einer zu geringen Nachfrage aus dem Angebot genommen. Schade! So gerieten die Schillerlocken in Vergessenheit. Doch als ich sie im Internet auf einer Seite für leckere Backrezepte wieder entdeckte, war ich sofort Feuer und Flamme.

„Lecker, die hab‘ ich früher gern‘ gegessen.“, schwärmte ich dem GöGa vor. „Das Rezept ist gar nicht so schwer. Ich probier‘ das mal selbst.“, stand mein Entschluss schließlich fest. Das dem Rezept beigefügte Bild ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. So hab‘ ich dann die benötigten Zutaten notiert und werde diese am kommenden Wochenende einkaufen. Über A*azon habe ich mir ein Set bestehend aus insgesamt 20 Schillerlocken-Backformen bestellt, die bereits hier bei mir angekommen sind.

Den Blätterteig, der die Grundlage für das leckere Gebäck bildet, werde ich nicht selbst herstellen, denn wer schon einmal Blätterteig selbst hergestellt hat, der weiß, es ist eine sehr zeitaufwendige Arbeit, da der Teig nach den einzelnen Arbeitsschritten oftmals für 15 bis 30 Minuten ruhen muss.
Zudem sollte er einen Tag vor der Endverarbeitung (also einen Tag vor dem Backen!) hergestellt werden und hierfür fehlt mir leider die notwendige Zeit (und auch Muse!). Daher werde ich für die Schillerlocken fertigen Blätterteig kaufen. Also ganz nach dem Motto „DIY“ (= Do it yourself) sind meine Schillerlocken dann (leider!) doch nicht!

Die Sahnefüllung wird sichelrich flott hergestellt sein. Ich hab‘ jedoch akutell noch Bedenken, das Zusammenspiel des Blätterteigs und der Schillerlocken-Backformen betreffend. Blätterteig hat die Eigenschaft im Backofen immens aufzugehen. Wenn ich nun die einzelnen Blätterteig-Streifen um die einzelnen Backformen ([Eis-]hörnchen-Form) wickele und diese dann im Backofen backe, habe ich die Sorge, dass der Blätterteig ggf. zu sehr aufgeht und die Hörnchen dadurch viel zu unförmig und dick werden.

Auf dem Rezeptbild sehen die fertig gebackenen Schillerlocken „zart“ aus, fast schon etwas zerbrechlich. Sie sehen so aus, als ob der Blätterteig während des Backens kaum aufgegangen wäre. Ich hoffe, meine Ergebnisse sehen nach dem Backen genau so aus.

Nur zum allgemeinen Verständnis: sollten die Schillerlocken gelingen und ansehnlich werden, zeige ich Euch natürlich mit Freude das Ergebnis des „Expeiments“. Aaaber: sollte das Gebäck misslingen, habe ich diesen Bericht hier nie geschrieben *lach*

Hat Jemand von Euch schon einmal dieses leckere Gebäck mit der unwiderstehlichen Sahnefüllung selbst gebacken?

Falls ja, vielleicht hat der ein oder andere einen kleinen Tipp für mich!?