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Mein Junior ist nun 10 Jahre alt und sehr sozial eingestellt. Er ist hilfsbereit und wird immer für sein Engagement gelobt. Auch dass er nun seit 2 1/2 Jahren ein vollwertiges Mitglied der Jugend(feuer)wehr unseres Ortes ist, zeigt, dass er Menschen helfen und Gutes tun möchte. Er interessiert sich jedoch auch sehr für die Technik der Feuerwehr und ist immer hellauf begeistert, wenn Gerätekunde auf dem Plan steht.

Wenn ich mit ihm durch die Stadt gehe, dann fragt er mich immer nach Geld, wenn er einen Bettler sieht. Das ist ja auch sehr lieb von ihm, aber man muss ihm auch erklären, dass er es damit nicht übertreiben darf. Zum Beispiel, dass er nicht jedem etwas geben kann oder dass es finanzielle Grenzen gibt, die nicht überschritten werden sollten (statt 5 Euro reicht auch 1 Euro). “Der arme Mann.” oder “Die arme Frau.”, sagt mein mitfühlendes Kind immer und mag helfen. Hin und wieder gibt es dann auch mal 1 Euro von mir für den “armen Mann” oder die “arme Frau” und wenn er das Geld dann in den Becher werfen darf, ist er immer ganz glücklich, etwas geholfen zu haben und freut sich sehr über das “Danke!”, das fast immer zurück kommt.

Gestern dann sah er mit Oma, Opa und mir fern. Wir sahen uns die Nachrichten an, die u. a. auch über die Auswirkungen des Dauerregens berichteten und Bilder zeigten von den Ortschaften, die betroffen sind. “Oh Gott, ist das schlimm! Die Menschen haben alles verloren. Viele haben gar kein Haus mehr.”, hat er gesagt. Die Bilder gingen ihm nahe und berührten sein kleines Herz! Dann, am Ende des Berichts, wurde mitgeteilt, dass ein Spendenkonto eingerichtet worden sei. Es hieß, damit könne man die Menschen in den betroffenen Gebieten finanziell unterstützen und etwas zum Wiederaufbau beitragen.

Sofort stand Junior’s Entschluss fest: “Oma, ich spende 20 Euro von meinem Taschengeld!” Die Oma sah ihn völlig irritiert an und fragte noch einmal nach: “20 Euro? So viel?” Der Junior nickte: “Ja!” Da kamen der Oma und dem Opa schon die Tränen der Rührung. “Gott, bist Du lieb!”, hieß es von Seiten der Oma. Und ich war stolz! Stolz darauf, dass er helfen möchte und dass er die Not der Menschen dort erkannt hat. Ich bin stolz darauf, dass er sein Taschengeld “teilen” kann und vor allem bin ich stolz darauf, dass er es nicht für irgendeinen Unfug ausgibt, sondern damit Gutes tut.

Ich bin überzeugt davon, dass nicht viele 10jährige sich sofort und ohne, dass irgendjemand es angestoßen hätte, dazu bereit erklärt hätten, mit ihrem Taschengeld fremde Menschen zu unterstützen. In meiner Erziehung muss ich doch irgendetwas richtig gemacht haben.

Mein Sohn – mein kleiner großer Held
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6 Gedanken zu “Mein Sohn – mein kleiner großer Held

  • 20. Juli 2021 um 11:35
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    Du kannst sehr stolz auf ihn sein !
    Aber ihr tragt daran auch großen Anteil, denn schließlich seid ihr ja auch seine Vorbilder in Sachen Empathie. 🙂

    LG Frauke

    Antworten
    • 20. Juli 2021 um 18:18
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      @Fraukografie:
      Das bin ich, liebe Frauke. Absolut! Ich bin super stolz auf ihn.

      Antworten
  • 19. Juli 2021 um 18:35
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    Finde ich wirklich toll von deinem Sohn. Wenn man derzeit von dem ganzen Schlamassel verschont bleibt, dann ist es auch fast selbstverständlich – zumindest für uns als Erwachsene – dass man helfen möchte.
    Herzliche Grüße – Elke

    Antworten
    • 20. Juli 2021 um 11:02
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      @Elke:
      Ja, das stimmt. Er hat ein mitfühlendes Herz und kümmert sich immer um andere. Er ist sehr sozial eingestellt, darum ist er auch der Jugendfeuerwehr unseres Ortes beigetreten. Er will anderen Menschen, die in Not sind, helfen! Ich find’ das klasse von ihm.

      Antworten
    • 19. Juli 2021 um 13:47
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      @EngelundTeufel:
      Ich auch. Er ist ein Engelchen!

      Antworten

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