Lesezeit: in ca. 7 Minuten gelesen

Vor ein paar Tagen habe ich darüber berichtet, dass ich Schillerlocken – das Gebäck, nicht den Fisch! – zubereiten möchte. Und ich habe mich gefragt, ob mein Vorhaben auch tatsächlich ordentliche Ergebnisse hervorbringen wird. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches „Danke“ für Eure Tipps. Ich habe die Schillerlocken nun gebacken und mit einer Sahne-Haselnusskrokant-Füllung versehen. Wie bereits berichtet, habe ich mir nicht die Mühe gemacht, den Blätterteig selbst herzustellen, sondern griff stattdessen auf fertigen Blätterteig aus der Kühltruhe (Beispielprodukt) zurück.

Ich hatte die Sorge, dass der Blätterteig im Backofen zu sehr aufgehen würde, aber diese Sorge war unbegründet. Er ging kaum merklich auf und die „Trichter“ wurden recht ansehnlich. Ich hatte mir für mein Backexperiment extra Schillerlockenbackformen besorgt. Diese hatten sich als sehr hilfreich erwiesen, denn nur so konnte das Gebäck seine typische Form bekommen. Jetzt wollt ihr sicherlich sehen, wie die Schillerlocken geworden sind. Oder?

Die Trichter sind teilweise etwas dunkler geworden. Warum ist einfach erklärt! Der Blätterteig wird, bevor er im Backofen gebacken wird, mit einer Mischung aus 1 Eigelb und 3 EL Milch bepinselt. Danach werden die Trichter in einer Mischung aus 100gr Zucker und 1 Pk Vanillinzucker gewälzt. Während des Backens karamellisiert der Zucker und lässt hier und da dunklere Flächen zurück. Dies jedoch ist kein Beinbruch, es schmeckt trotzdem gut.

Die Zutaten

  • 1-2 Pk Blätterteig, gerollt (aus dem Kühlregal)
  • 3 Becher Sahne (Schlagsahne, Rahm)
  • 100 gr Haselnusskrokant
  • 2 Pk Vanillinzucker (kein Bourbon-Vanillinzucker!)
  • 2-3 Pk Sahnesteif
  • 1 Eigelb
  • 3 EL Milch
  • 100 gr Zucker
  • 1 Pk Vanillinzucker
  • Ggf. Puderzucker
  • Ggf. Pistazien, gehackt
  • Schillerlockenformen (20 Stück, hier erhältlich)

Das Rezept

01

Aus Zeitmangel habe ich fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal verwendet. Wer sich die Mühe machen möchte, den Blätterteig selbst herzustellen, findet im Internet haufenweise bebilderte Anleitungen und auch Videos zu diesem Thema. Aber ich kann Euch sagen: es ist sehr zeitaufwendig! Daher greife ich bei allem, das ich backe, immer auf fertigen Blätterteig zurück, der genau so gut schmeckt, wie ein selbstgemachter.

02

Den fertigen Blätterteig, der meist gerollt ist, einfach ausrollen und in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden – natürlich an der langen Seite entlang schneiden, ansonsten werden die Streifen viel zu kurz für die Schillerlockenformen. Die Schillerlockenformen zur Hand nehmen und darüber direkt aus dem Wasserhahn nun kühles Wasser laufen lassen. Die Formen befeuchtet lassen, nicht abtrocknen.

03

Den Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen. Nun um jede Schillerlockenform einen Streifen vom Blätterteig wickeln. Dabei wie beschrieben vorgehen: von der Spitze her um die Form wickeln (somit unten beginnen!) und zwar so, dass der Teigstreifen mit zwei Dritteln eine Rundung bedeckt und das letzte Drittel den vorhergehenden Streifen überlappt.

04

Tipp (vom Hören/Sagen): Alufolie dick um eine leere Frischhalte- oder Alufolienrolle wickeln und um diese Rolle dann den Blätterteig wie beschrieben wickeln. Das habe ich noch nie getestet, kann also für nichts garantieren. Ich habe von diesem „Behelfsmittel“ nur gehört. Am Besten wäre es vielleicht, sich Schillerlockenformen zuzulegen. Diese sind schon für kleines Geld käuflich zu erwerben.

05

Die umwickelten Schillerlockenformen zur Seite stellen. Nun 1 Eigelb mit 3 EL Milch verquirlen. Außerdem 100 gramm Zucker mit 1 Päckchen Vanillinzucker vermischen (auf einem flachen Teller!). Jede Schillerlockenform nun mit der Eigelb-Milch Mischung bestreichen und danach in der Zucker-Vanillinzucker Mischung wälzen. Die Form danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (nicht stellen!).

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Ist der Backofen ordentlich vorgeheizt und die Schillerlockenformen auf dem Backblech angeordnet, so werden sie für 15 bis 20 Minuten gebacken. Während des Backens beobachten. Jeder Backofen backt anders. Die Schillerlocken sollen zwar durchgebacken, aber nicht zu dunkel sein.

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Ist das Gebäck fertig gebacken, das Blech aus dem Ofen nehmen. Nach einer kurzen Phase des Abkühlens, den Blätterteig von den Formen lösen. Dies geht sehr einfach. Man sollte nur darauf achten, das Gebäck nicht zu hart anzufassen, da es ansonsten zerbrechen kann. Die einzelnen Trichter nun auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

08

Nun die Sahne-Haselnusskrokant Füllung zubereiten. Dazu 3 Becher Sahne (Schlagsahne, Ram), 2 Päckchen Vanillinzucker und 2-3 Päckchen Sahnesteif in einen hohen Rührbecher geben. Mit dem Handrührgerät steif schlagen. Danach 100 gramm Haselnusskrokant mit einem Teigschaber unterheben.

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Die ausgekühlten Schillerlocken nun zur Hand nehmen. Mit einem Teelöffel vorsichtig befüllen und dabei auch darauf achten, dass die Sahne-Haselnusskrokant Füllung den Trichter auch am unteren Ende ausfüllt. Wer einen Spritzbeutel besitzt, der kann natürlich damit arbeiten. Jedoch bräuchte man dann jemanden, der hilft. Denn Trichter festhalten und mit dem Spritzbeutel arbeiten wird alleine vielleicht ein bisschen schwierig. Sind alle Schillerlocken befüllt, diese auf eine Servierplatte legen, mit Puderzucker bestreuen und mit Pistazien (gehackt) verzieren.

Natürlich gibt es, wie gewohnt, zu diesem Rezept auch einen Download in Form einer PDF-Datei. Wenn Du Dir das Rezept gerne merken würdest, empfehle ich Dir den Besuch dieser Seite: https://famillini.de/downloads/

Bitte beachte, dass das Rezept eine PDF-Datei ist. Um sie zu öffnen benötigtst Du einen PDF-Reader wie den Acrobat Reader DC (er ermöglicht Dir das Anzeigen, Drucken, Unterzeichnen und Kommentieren von PDF-Dokumenten). Du kannst den Acrobat Reader DC hier kostenlos herunterladen: Download

Meine Schillerlocken Teil II – gelungen!
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10 Gedanken zu “Meine Schillerlocken Teil II – gelungen!

    • 24. Juli 2021 um 13:43
      Permalink

      @Abraxandria:
      Wie lecker ist das denn??? Nun ja, ich würde sagen: verdammt lecker! *lach* Na ja, also gezaubert…ich hab‘ da doch eher gebacken *lach* Es war wirklich keine Arbeit die Schillerlocken zu backen. Demnächst gibt es sie wieder bei uns. Sie haben der ganzen Familie super gut geschmeckt und ich bekam ganz viel Lob für die Schillerlocken. Sogar dem Junior haben sie geschmeckt, obwohl dieser Kuchen und Co. net arg so mag.

      Antworten
      • 26. Juli 2021 um 00:58
        Permalink

        das glaube ich dir sofort, dass die lecker waren! genauso sehen sie nämlich auch aus! da möchte ich am liebsten mal bei dir vorbeischauen auf einen kuchenschmaus… 😉 zwinker.

        Antworten
        • 26. Juli 2021 um 14:36
          Permalink

          @Abraxandria:
          Biite, immer gerne. Habe heute auch einen Rundumputz gemacht. Es ist also alles blitzeplank geputzt und aufgeräumt. Gerne darfst Du vorbei kommen…ich freue mich auf Dich *lach*

          Antworten
  • 20. Juli 2021 um 11:28
    Permalink

    Hmmmm … so fertig sehen sie noch viel besser aus ! Da bekomme ich doch gleich Appetit auf etwas Süßes. 🙂

    LG Frauke

    Antworten
    • 20. Juli 2021 um 18:15
      Permalink

      @Fraukografie:
      *Hehe* Ja, die Schillerlocken waren wirklich herrlich lecker!

      Antworten
  • 19. Juli 2021 um 18:52
    Permalink

    Liebe Sandra,

    die sehen sehr lecker aus. Ich würde sagen, Experiment geglückt. Ich kenne die Locken auch noch mit Vanillepudding gefüllt.

    Liebe Grüße
    Jutta

    Antworten
    • 20. Juli 2021 um 11:08
      Permalink

      @Jutta:
      Hi Jutta!
      Die sehen nicht nur sehr lecker aus, sie waren auch sehr lecker *lach*. Die Schillerlocken kannst Du mit fast allem füllen. Auch ungefüllt mit Obstsalat schmecken sie oder mit einer Erdbeersahne mit kleinen Erdbeerstückchen darin oder auch mit Pudding, wie Du sagst.

      Antworten
  • 19. Juli 2021 um 18:46
    Permalink

    Das sieht lecker aus. Ich würde vermutlich das mit dem Einpinseln und Karamellisieren lassen. Ich finde, das wird nur klebrig und viel zu süß. Aber sonst ist das Experiment super gelungen. Mir wäre es etwas zu viel Aufwand, muss ich ehrlich zugeben. Ich mache ganz gern mal mit Pudding und Obst gefüllte Blätterteigtaschen. Das geht fix, schmeckt gut und ist auch nicht so mächtig.
    Herzliche Grüße – Elke

    Antworten
    • 20. Juli 2021 um 11:07
      Permalink

      @Elke:
      Genau Elke, es wurde ziemlich süß. Aber meine Eltern sagten, gerade das würde perfekt passen und super lecker schmecken. Aber großer Aufwand ist das keiner, liebe Elke. Fertigen Blätterteig kaufen, Streifen schneiden und dann nur noch rundherum um die Schillerlockenformen wickeln. Und wenn Du auf das Einpinseln und zuckern verzichten magst, kommen die Formen dann schon in den Ofen und backen aus. Nach dem Backen abkühlen lassen und dann befüllen. Et voilá, es ist vollbracht! Mächtig sind die Schillerlocken nicht, da der Teig relativ dünn bleibt und auch nicht so viel Sahnefüllung hineinpasst. Meine Eltern aßen je 3 Stück und auch der GöGa schaffte 3 und der Junior 2 große wie auch ich. Die Schillerlocken kann man herrlich variieren, z. Bsp. mit Erdbeercreme oder einfach auch nur mit frischen Früchten…

      Antworten

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