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Objektive von gestern an Kameras von heute

Was sind Objektive M42?

Diese Objektive wurden ab den 1940er bis in die 1970er Jahre hergestellt und verfügen über ein Schraubgewinde, einen mechanischen Anschlag oder über Markierungen. Die Bezeichnung M42 steht dabei für den Objektivanschluss. Der Buchstabe M bezeichnet den metrischen Durchmesser. Zu früheren Zeiten war dieser Objektivanschluss sehr weit verbreitet und wurde u. a. von Pentax, Praktica oder Photo Porst unterstützt, die eine Vielzahl an M42-Kameras angeboten haben. In der Neuzeit allerdings spielen Objektive mit M42 Anschluss nur noch eine Nebenrolle. Aber trotzdem gibt es noch sehr viele Liebhaber dieser “Vintage-Schätzchen”.

Objektive M42 wie auch die entsprechenden Kameragehäuse (= Body) sind weiterhin als Gebrauchtware käuflich zu erwerben.

Adaptieren – alte Juwelen an modernen Kameras!

“Etwas an andere Gelegenheiten anpassen”, damit lässt sich der Begriff “Adaptieren” vielleicht beschreiben!? In Bezug auf die Fotografie ist gemeint: alte Objektive, wie die mit M42 Objektivanschluss, an moderne Kameras (z. Bsp. Canon EOS 2000D) mittels geeignetem Adapter anbringen und nutzen. In diesem Zusammenhang hört man auch häufig den Begriff “Altglas-Fotografie”. Na, schon mal gehört?

Die alten M42 Objektive lassen sich an vielen Kameras verwenden, für die es entsprechende Objektivadapter gibt. Zwar ist eine Adaption auf viele Systeme möglich, dennoch sollte unbedingt Vorsicht geboten sein. Es sollte zum Beispiel darauf geachtet werden, dass die Kamera, die für die Altglas-Fotografie eingesetzt werden soll, dazu in der Lage ist, die Belichtungsmessung durch das Objektiv auch bei Arbeitsblende (= aktuell eingestellte Blende) durchzuführen.

Wikipedia schreibt dazu:

“Objektive mit M42-Gewinde lassen sich an fast allen Kameras verwenden, für die es mechanische Objektivadapter gibt. Grundsätzlich ist die Adaption auf viele Systeme möglich, dazu müssen aber oft überstehende Blendenübertragungsteile entfernt und/oder manipuliert werden. Auch steht die hintere Linse bei Fokus auf unendlich gegebenenfalls zu weit heraus und beschädigt dann Kamera und/oder Objektiv. In der Regel gehen dann meist jegliche Automatikfunktionen bis auf die Zeitautomatik verloren.”

Quelle: Wikipedia

Hier ist zu sagen, dass dies gemäß der Aussage von Fachleuten eine sehr verallgemeinerte Aussage ist, da es eine enorme Vielzahl an M42 Objektiven gibt. Grundsätzlich wird es dann für die Kamera gefährlich, wenn die Hinterlinse des Objektivs zu weit in das Kameragehäuse hinein ragt. Ob ein M42 Objektiv mittels Adapter an der vorgesehenen Kamera Verwendung finden kann, ohne dass die Kamera einen Schaden davon trägt, lässt sich sehr leicht selbst überprüfen:

Den Adapter einfach auf das M42 Objektiv setzen. Dann nachsehen, ob das Objektiv noch über den Adapter nach hinten hinaus ragt. Ist dies nicht der Fall, kann nichts passieren. Ragt das Objektiv allerdings nach hinten raus, so ist es ratsam, das Objektiv nicht an der Kamera zu verwenden.

An DSLR Kameras sollten keine Beschädigungen auftreten, sofern alle notwendigen Maßnahmen dagegen ergriffen wurden und der geeignete Adapter eingesetzt wird. Unter bestimmten Umständen können Schäden an Vollformat-DSLRs auftreten, zum Beispiel dadurch, dass der Spiegel beim Auslösen an das Objektiv anstößt. Somit wäre unbedingte Vorsicht bei dem Einsatz einer Vollformat-DSLR geboten.

Welcher Adapter ist richtig?

Ich kann einen sehr guten und darüber hinaus auch maßhaltig gefertigten Adapter von M42 auf Canon EOS EF empfehlen. Dieser lässt sich bei der Firma Novoflex (deutscher Premium-Hersteller) finden. Leider ist dieser Adapter nicht der Günstigste, aber ich würde in dem Fall, auch nicht gerade das Billigste nehmen.

Bei der Auswahl eines geeigneten Adapters ist es wichtig darauf zu achten, dass dieser maßhaltig gefertigt wurde, denn dann stimmt auch das Auflagemaß.

Abraten würde ich von einem Adapter mit Fokus-Chip. Dieser stellt keine automatische Fokussierung dar, wie vielfach angenommen wird. Der Chip ist nur dazu da, in der Kamera lediglich eine Funktion einzuschalten, die zum Autofokus der Kamera gehört und ein einfacheres, manuelles Fokussieren ermöglichen soll. Das funktioniert aber eher schlecht als recht. Da der Vorgang sowieso manuell bleibt, auch mit Fokus-Chip im Adapter, ist der Kauf eines Adapters mit Fokus-Chip nicht notwendig.


Wollt auch ihr in die Altglas-Fotografie schnuppern wollt, klärt zunächst alle Details ab und liest Euch ein wenig in die Materie ein. Stellt sicher, dass Eure Kamera keinen Schaden davon tragen wird, wenn ihr mittels Adapter ein Vintage Objektiv anschließen wollt.

Hilfreiche und auch kompetente Ansprechpartner sind u. a. die Hersteller von Adapter (z. Bsp. Novoflex ↑) oder die Hersteller der Objektive (z. Bsp. Meyer-Görlitz), sofern diese noch produzieren.


Blog-Tipp:

Ein sehr interessantes Blog, das sich mit dem Thema Altglas-Fotografie beschäfigt, ist das Blog von Bernhard:

Der Amateur Photograph

Ich gehöre zu seinen regelmäßigen Kommentatoren und StammleserInnen. Durch Bernhard habe ich das erste Mal etwas von der Altglas-Fotografie erfahren. Allerdings hat es etwas gedauert bis auch ich mich in diesem Bereich ausprobieren wollte.

Mein erstes Altglas plus Foto

Nachdem ich nun dank Bernhard auf den Geschmack gekommen war, musste auch ein Altglas her. Ich habe eine Kleinanzeigen Plattform genutzt, um nach einem Altglas Ausschau zu halten. Und siehe da: es hat nicht lange gedauert! Schon war ein Altglas gefunden.

Meine Wahl fiel auf das

Domiplan 50mm f/2.8 automatic lens

In der Anzeige stand, dass dieses Objektiv mit dem entsprechenden Adapter auf Canon EOS EF verkauft wird. Vollends überzeugt hat mich aber dann die Tatsache, dass es sich hier um ein Altglas der deutschen Firma Meyer-Görlitz handelt, das qualitativ hochwertig ist und zudem ein außergewönliches Seifenblasen-Bouquet zaubert (ich liebe “Bubbles” auf Bildern).

Meine Recherche im Internet hat ergeben, dass das Domiplan 50mm f/2.8 automatic lens dem bekannten und beliebten Tripolan 100mm f/2.8 II sehr ähnlich ist. Das Domiplan ist – wie auch das Tripolan – in der Lage dazu, Lichter im Bokeh als Ringe mit leuchtendem Rand abzubilden, wie es keine andere Optik vermag (Beispielbilder). Da es sich hier um ein sogenanntes Triplet Objektiv mit nur drei Linsen handelt, ist dieser Effekt möglich.

Weiteres über das Domiplan:
Die maximale Blendenöffnung beträgt f/2.8, wobei die kleinste Blendenöffnung f/22 beträgt. Das Domiplan verfügt natürlich nicht über einen modernen automatischen Fokus. Der Fokus muss bei diesem Altglas vor jeder neuen Aufnahme nochmal neu von Hand gesetzt werden. Das kleine Schätzchen wiegt ca. 125gr. Die Naheinstellgrenze liegt bei 75cm, es verfügt über 6 Blendenlamellen und einem 49mm Filtergewinde.

Das Domiplan stammt aus ostdeutscher Produktion und wurde von Meyer-Optik Görlitz hergestellt. Es handelt sich um eine Festbrennweite mit einer Brennweite von 50mm und einem M42 Objektivanschluss.

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Getestet habe ich mein erstes Altglas nicht unter freiem Himmel, sondern indoor (also in der Wohnung). Als Motiv diente mir ein süßes kleines gelbes Pflänzchen. Da ich mit dem manuellen Programm meiner Canon gearbeitet habe, musste ich sämtliche Einstellungen (z. Bsp. Blende, Belichtungszeit, ISO…) von Hand zu Fuß einstellen. Meiner Meinung nach hat dies ganz gut funktionert und heraus kam ein Foto, das sich durchaus sehen lassen kann.

Für ein Objektiv, das bereits zwischen 40 und 50 Jahren auf dem Buckel hat, ist die Qualität des Bildes absolut zufriedenstellend. Ich mag die weiche Zeichnung des Bildes und den ganz eigenen Charme, den es versprüht. Die Farben kommen dezent, aber durchaus sehr schön, zur Geltung. Ich hätte nicht gedacht, dass das Domiplan so schön fokussieren kann.

Meine Objektive M42 Teil I

ALFO 35mm f/2.8 Nº 76122868E

Leider keine Beschreibung verfügbar!

Carena 55mm f/2.8 Nº 791010

Leider keine Beschreibung verfügbar!

Danubia (Dörr) 135mm f/2.8 Nº 793204

Das Danubia Objektiv ist eines der bekannten Firma Dörr (Photography & Videography). Es verfügt über einen M42 Anschluss mit Schraubgewinde und stammt aus den 1980er Jahren (Angabe ohne Gewähr).

Gemäß des Herstellers ist es besonders auch für Porträtaufnahmen sehr gut geeignet und auch relativ lichtstark.

Mittels Adapter (M42 auf Canon EOS) lässt es sich an die Canon EOS 1200D sowie an die Canon EOS 2000D anschließen und nutzen.

HC Auto Exaktar 28mm f/2.8 Nº 2222756

Über diese Rarität war im Internet nicht sehr viel zu finden. Das Objektiv ist ca. 70mm lang und hat ein Gewicht von ungefähr 210gr.

Mittels Adapter (M42 auf Canon EOS) lässt es sich an die Canon EOS 1200D sowie an die Canon EOS 2000D anschließen und nutzen.

MC Soligor U/S Zoom & Macro 35-70mm f/3.5-4.5 Nº 383019330

Das Soligor Objektiv ist ein Zoomobjektiv mit vergleichsweise hoher Lichtstärke. Es hat ein Gewicht von ca. 405gr und seine Länge beträgt ca. 85mm. Im Makrobereich ist seine Abbildungsleistung 1:2,7. Die minimale Blende beträgt f/22. Das Objektiv verfügt über 10 Elemente in 9 Gruppen und 8 Lamellen. Die Größe des Filtergewindes beträgt 58mm.

Mittels Adapter (M42 auf Canon EOS) lässt es sich an die Canon EOS 1200D sowie an die Canon EOS 2000D anschließen und nutzen.

MC Soligor C/D Zoom & Macro 80-200mm f/4.5 Nº 9861048

Bei diesem Objektiv handelt es sich um ein Zoomobjektiv mit Macroeinstellung. Es wurde in den 80er Jahren hergestellt. Bei der C/D Serie handelt es sich um die Premium-Serie des Herstellers Soligor. Das Objektiv verfügt über eine sehr robuste und langlebige Metallfassung und über eine konstante Lichtstärke von 4.5. Für das Objektiv wurden mehrfach vergütete Linsen verbaut. Die Besonderheit des Soligors stellt die Macroeinstellung dar, Die Macroeinstellung wird bei der Anfangsbrennweite von 80mm durch das Drehen am Fokusring nach rechts erreicht.

Das MC Soligor C/D Zoom & Macro wurde mit verschiedenen Bajonett-Anschlüssen hergestellt, z. Bsp. M42 oder Minolta SR. Da ich dieses Objektiv mit M42 Anschluss gekauft habe, kann ich es mittels Adapter (M42 auf Canon EOS) an die Canon EOS 1200D sowie an die Canon EOS 2000D anschließen und nutzen.

Revuenon-Zoom 80-205mm f/3.9 Nº 833652

Leider keine Beschreibung verfügbar!

Ringfoto Auto 28mm f/3.5 Nº 290715E

Leider keine Beschreibung verfügbar!

RMC Tokina 75-105mm f/3.5-4.3 Nº 8027488

Leider keine Beschreibung verfügbar!

Bildgalerie der Altglas (M42) Objektive

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Meine Objektive M42 Teil II

Auto Chinon 55mm f/1.7 Nº 281755

Leider keine Beschreibung verfügbar!

Cosinon Auto 55mm f/1.4 Nº 742948

Bei diesem Objektiv handelt es sich um eine Festbrennweite. Die größte Blendenöffnung stellt f/1.4 dar, die kleinste Blendenöffnung liegt bei f/16. Das Objektiv verfügt über 6 Blendenlamellen und über ein Filtergewinde von 55mm. Es verfügt nur über einen manuellen Fokus und die Naheinstellgrenze liegt hier bei ca. 50cm. Sein Gewicht liegt bei ca. 325gr. Dieses Objektiv wurde in Japan hergestellt.

Mittels Adapter (M42 auf Canon EOS) lässt es sich an die Canon EOS 1200D sowie an die Canon EOS 2000D anschließen und nutzen.

Porst Color Reflex MC Auto 55mm f/1.4 Nº 166558

Bei diesem Objektiv handelt es sich um eine Festbrennweite. Die größte Blendenöffnung stellt f/1.4 dar, die kleinste Blendenöffnung liegt bei f/16. Das Objektiv verfügt über 6 Blendenlamellen und über ein Filtergewinde von 55mm. Es verfügt über einen manuellen Fokus. Sein Gewicht liegt bei ca. 320gr. Gebaut wurde das Post Color Reflex MC Auto von Tomioka Kogaku. Es handelt sich hier um eine wertige und robuste Verarbeitung sowie einer schönen Schärfe schon bei Offenblende. Dieses Objektiv gibt ein wunderschönes Bokeh wieder und eignet sich aufgrund seiner wunderschönen Unschärfewiedergabe sehr gut für Porträts.

Mittels Adapter (M42 auf Canon EOS) lässt es sich an die Canon EOS 1200D sowie an die Canon EOS 2000D anschließen und nutzen.

Bildgalerie der Altglas (M42) Objektive

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Kleine Helferlein

Neben den genannten Altglas-Objektiven habe ich weitere kleine Helferlein, die mich beim Fotografieren mit Altglas ein bisschen unterstützen. Welche Helferlein sind das?

  • Makroringe für M42 Objektive (8mm, 14mm, 28mm)
  • 2xTelekonverter (= verdoppelt die Brennweite) für M42 Objektive
  • Lochblende (selbst gebastelt)
Weitere Altgläser: ein kleiner Auszug (Überblick)

Welche Objektive gehören zum sogenannten Altglas? Antwort: reichlich viele! Ein sehr kleiner Auszug an Altglas habe ich nachfolgend für Euch zusammengestellt.

Standardobjektive

Konica

  • Hexanon AR 40mm f/1.8
  • Hexanon AR 50mm f/1.4

Porst

  • Color Reflex Auto MC 55mm f/1.2
  • Color Reflex Auto MC 55mm f/1.4

Revue

  • Auto Revuenon 50mm f/1.9
  • Auto Revuenon 55mm f/1.4

Zoomobjektive

Minolta

  • MD Zoom 35-70mm f/3.5
  • MD Zoom 70-210mm f/4.0

Olympus

  • S. Zuiko Auto Zoom 28-48mm f/4.0
  • S. Zuiko Auto Zoom 35-70mm f/4.0

Vivitar

  • Macro Focusing Zoom 70-150mm f/3.8
  • Macro Focusing Zoom 75-205mm f/3.8

Teleobjektive

Minolta

  • MC Tele Rokkor 135mm f/2.8
  • MC Tele Rokkor 135mm f/3.5

Nikon

  • Nikkor Ai 180mm f/2.8
  • Nikkor AI-S 85mm f/2

Pentacon

  • 200mm f/4.0
  • 300mm f/4.0

Quelle: Altglas-Container

Fotografie mit Altglas

Altglas-Fotografie hat einen ganz besonderen Charme. Das habe ich auch immer schon bei Besuchen auf Bernhard’s Blog feststellen dürfen. Welchen Charme Altglas versprüht, könnt ihr Euch nachfolgend einmal ansehen, wenn ihr Lust dazu habt.

Landscape → zur Galerie | Natur → zur Galerie | Porträt → zur Galerie

Quelle: Altglas-Container

Schön zum Stöbern und Informieren

Die Webseite Altglas-Container – Fotografie mit manuellen Objektiven kann ich jedem Interessierten und Altglas-Liebhaber wärmstens ans Herz legen. Sie steckt voller Informationen und zeigt viele Beispielbilder aus dem Bereich der Altglas-Fotografie.

Außerdem kann ich ein Forum empfehlen, in dem sich kompetente und freundliche Fotofreunde treffen und austauschen. Besonders gut kennen diese sich im Meyer-Görlitz Universum aus und dort insbesondere beim Altglas (Baujahre 1896 bis 1991).

Natürlich werde auch ich Aufnahmen aus dem Bereich der Altglas-Fotografie online veröffentlichen. Zu gegebener Zeit könnt ihr diese im Hauptmenü unter dem Menüpunkt “Galerien” – “Altglas” sehen.