Die Römertage in Perl-Borg

Die Römertage in Perl-Borg

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Von Perl-Borg und der dort zu findenden römischen Villa Borg hatte ich Euch bereits berichtet. Hier der Link zum Bericht: Klick! Wir waren vor ein paar Tagen erneut dort, denn es fanden die spannenden Römertage statt. Leider hatten wir die Jahre davor nie die Gelegenheit an den Römertagen dort teilzunehmen, doch dieses Jahr wollten wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

An dem Tag, an dem wir dort waren, war es sehr sehr heiß. Das Thermometer stieg auf satte 32 Grad an. Aber wir wollten unserem Junior etwas bieten und da er Römer sehr mag und all das, was damit im Zusammenhang steht, haben wir uns dennoch auf den Weg gemacht. Genügend Wasser im Gepäck und von Kopf bis Fuß doppelt und dreifach eingecremt ging es dann los.

Auf dem Gelände trafen wir zunächst auf eine nachgebaute Glaserei (Bild 1 ↓) und direkt im Anschluss fanden wir die Hütte eines Schmieds, der seine Arbeit verrichtete und den Gästen gerne ihre Fragen zum Schmiedehandwerk beantwortete (Bild 2 ↓).

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Die nachfolgenden beiden Aufnahmen wurden in der Villa Borg geschossen. Das linke Bild zeigt einen Schlafraum und das rechte Bild eine Statue, von der ich nicht weiß, wen sie darstellen soll. Seht Euch den linken Arm der Statue an. Dort seht ihr einen weißen Streifen. Mir wurde gesagt, dies sei eine Stütze, da der Arm wohl nicht von allein mehr halten mag und die Figur daher wohl bald restauriert wird.

Auf dem ersten Bild unten ↓ ist eine römische Rüstung zu sehen, die man sich gerne überziehen durfte. Doch der Junior hatte kein Interesse daran, er mochte sich die Rüstung nicht überziehen. Kein Wunder – bei der Hitze hätte ich das auch nicht gewollt *grins*. Auf dem zweiten Bild unten ↓ seht ihr schöne Handwerkskunst. Es gab dort auch tolle Souveniers zu kaufen – zu moderaten Preisen wie ich finde. Der Junior und ich haben uns dort je eine kleine Katze gekauft, die aus dem selben Material wie die unten gezeigten Figuren bestehen.

Und, kurz bevor wir den Heimweg antreten wollten, waren wir noch Gäste von Gladiatoren-Kämpfen, die in der Arena der Villa Borg ausgetragen wurden. Die Gladiatoren trainieren ihre Kampfeskunst in der Gladiatorenschule, die in Trier ansässig ist. Und den Gästen der Römertage haben sie ihre Fertigkeiten gerne gezeigt. Dazu gab es interessante Hintergrundinformationen gratis. Der Junior war von den Kämpfen mehr als angetan. Das könnt ihr Euch sicherlich vorstellen, oder!?

Eher zur Belustigung des Publikums wurde am Ende der Show dann auch blind gegeneinander gekämpft. Das Publikum, die Kinder an erster Stelle, sollten den beiden blinden Gladiatoren Kommandos geben, wo der Gegner zu finden war. Das war ein richtig schöner Spaß für die Kleinen – und für ein paar Große auch *grins*.

Die Show wurde mittendrin für eine Mitteilung unterbrochen, die das Publikum sprachlos machte. „Der Fahrer des Wagens xyz soll sofort zu seinem Fahrzeug kommen. Im Auto sitzt ein Hund und alle Fenster sind geschlossen!“ Und das bei weit über 30 Grad in der Sonne. Das Publikum tat das einzig Richtige und buhte laut drauf los. Wie kann man seinen Hund im Wagen lassen und alles verriegeln bei diesen tropischen Temperaturen? Dafür hätte der Fahrer des Wagens eigentlich eine Strafe verdient. Wie die Geschichte ausging, wissen wir nicht, wohl aber das sowohl THW als auch die Feuerwehr vor Ort waren, die das dann geregelt haben.

8 Kommentare bei “Die Römertage in Perl-Borg

  1. Unglaublich … solche Leute gehören hart bestraft.
    Wie dumm kann man eigentlich sein. Immer und immer wieder wird jeden Sommer überall auf die Gefahren hingewiesen, die von der Hitze im Auto ausgehen. 🙁

    LG Frauke

    1. @Fraukografie:
      Liebe Frauke!
      Wem sagst Du das? Sie sind nicht nur blöd, sondern auch verantwortungslos und völlig herzlos. JEDER, ich betone nochmals, JEDER weiß um die Gefahren, so blöd kann sich keiner stellen, die haben das Tier mit dem Hintergedanken schon im Auto sitzen lassen – für mich fällt das eindeutig unter absichtliche Tierquälerei. Irgendwie haben sie ja auch den Tod des Tieres in Kauf genommen. An dem Tag war es sooo heiß. Im Auto bestimmt weit über 30 und sogar an die 40 Grad, so ein Auto heizt sich ja schnell auf, wenn alle Fenster geschlossen sind. Das arme Tier hatte keine Verpflegung. Kein Wasser nichts. Gut, dass das THW und später dann auch die Feuerwehr vor Ort waren. Ich hoffe, die haben entsprechende Konsequenzen bekommen an dem Tag. Eigentlich gehört denen das Tier sofort abgeholt. Ich sage nur den Begriff „Wiederholungstäter“ – einmal so was getan, wiederholt sich das auf jeden Fall. Lernen tun die aus so etwas ja niemals. Aber das Ganze mit Tier abholen und so ruft ja wieder die deutsche Bürokratie auf den Plan und die ist bekanntermaßen ja sowas von schnell und unproblematisch *Achtung! Sarkasmus*. Das geht alles ja leider nicht so einfach!

      Viele Grüße, Sandra!

  2. Danke für den tollen Bericht!
    Kämpfe sind jetzt zwar nicht so meins, aber die alten Werkzeuge begeistern mich natürlich sehr! Da stehen ja Preise dran, seh ich das richtig? Die konnte man kaufen?
    Nein, ich wollte keins, hab selbst noch ein Horn, welches ich immer auch mal als Heft verwenden wollte. Ist aber sehr hart das Material.😬😫

    Liebgruß
    Tiger
    🐯

    1. @Tiger:
      Liebe Tigerin!
      Bitte, gerne geschehen. Die Kämpfe waren super, auch wenn ich Kämpfe nicht arg mag. Aber es waren ja nur Showkämpfe. Ja, die Preise stehen dran. Man konnte es kaufen. Der Junior und ich haben uns dort je eine kleine Katze gekauft. Pro Stück 10 Euro. Fand ich jetzt günstig.

      Viele Grüße, Sandra!

  3. Was für ein erlebnisreicher, schöner und interessanter Beitrag liebe Sandra und ich kann mir sehr gut vorstellen dass dieser Tag trotz der Hitze für alle richtig toll und spannend gewesen ist.
    Nur dieses Ende … es ist unglaublich wie manche Hundebesitzer sich benehmen. Hier in Niedersachsen ist es erlaubt, wenn man das sieht und der Hund wirklich schon sehr schwächelt die Fenster einzuschlagen, aber mach das mal man hat ja nicht immer das passende Werkzeug dafür da.
    Es gab einen Fall auf einem Parkplatz beim Supermarkt, der Mann hat sich Hilfe im Markt geholt und die Scheiben eingeschlagen da die Polizei/Feuerwehr nicht rechtzeitig kommen konnte. Das war erlaubt und ich finde es auch ganz richtig.
    Liebe Grüße
    Kirsi

    1. @Kirsi:
      Liebe Kirsi!
      Ich weiß, dass es in bestimmten Situationen erlaubt ist, die Scheiben einzuschlagen und das ist auch absolut richtig so. Kein Lebewesen darf so sterben und wenn es gerettet werden kann, dann soll jedes Mittel recht sein.

      Viele Grüße, Sandra!

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