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Früher hieß ich „Mayer“ mit Nachnamen und ich hasste es, denn da es von diesem Familiennamen viele Schreibweisen gibt, musste ich ständig sagen: „Mayer mit ay“. Das wurde im Laufe der Jahre zu einer gewohnten Standardaussage, jedes Mal, wenn ich irgendwo meinen vollständigen Namen angeben musste und es war nervig. Ich dachte damals in meiner Naivität: „Wenn ich mal heirate, dann bin ich das endlich los.“ Und ich habe geheiratet! Endlich war ich dieses ständige „Mayer mit ay“ los, denn ich hieß nun „Hübel“. Ich dachte: „Damit gibt es keine Probleme, es gibt nur eine Schreibweise von Hübel.“ Weit gefehlt…

Neulich im Supermarkt habe ich Fleisch bestellt. „Auf welchen Namen?“, wurde ich gefragt und ich sagte: „Hübel“ Die Dame notierte sich dies und ich sah, dass sie sich statt meinem Nachnahmen „HüGel“ notierte und ich sagte: „Nein, mit b nicht mit g. HüBel und nicht HüGel.“ Es folgte eine Korrektur. Dann an der Brottheke, keine zwei Minuten später, das selbe Spiel. Ich bestellte Baguettes. „Auf welchen Namen?“, wurde ich erneut gefragt und ich antwortete: „Hübel mit b.“ Ich betonte das „b“, da ich zuvor ja schon die Erfahrung mit der Dame an der Fleischtheke gemacht habe.

Und? Was notierte sich die Dame an der Brottheke? Hübel? NEIN! Weit gefehlt! Hügel? Auch nicht, nein! Sie hatte eine ganz andere Auffassung meines Nachnamens und schrieb „Bübel“ in ihr Bestellbuch und ich fiel vom Glauben ab. Ja, ist es denn zu fassen? Was ist denn so schwer an dem Nachnamen „Hübel“? Ich glaube, ich sage in Zukunft immer das, was mein Gatte sagt, wenn er nach seinem vollständigen Namen gefragt wird: „Hübel, großes H, kleines übel.“ Vielleicht klappt es dann!

Es ist nicht zu fassen
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11 Gedanken zu “Es ist nicht zu fassen

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    27. Dezember 2019 um 12:49
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    *grööööhl* …. ja, so hat wahrscheinlich fast jeder seine liebe Not mit dem Nachnamen.
    Ich sag immer Casper wie der freundliche Geist. 😉
    Klappt aber auch nicht mehr bei jeder Generation. Die Jüngeren kennen den guten Casper gar nicht mehr.

    Von Kasper über Kaspar oder Caspar war bereits alles dabei.

    So, sollten wir uns vor dem Jahreswechsel nicht mehr lesen, wünsche ich euch an dieser Stelle schon einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge es ein tolles Jahr für uns alle werden. 🙂

    LG Frauke

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      27. Dezember 2019 um 14:48
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      @Fraukografie:
      Casper, den kenne ich 🙂 Habe den Film gerne gesehen! Danke für die guten Wünsche. Wünsche ich Dir natürlich auch 🙂

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    24. Dezember 2019 um 12:04
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    Hi,

    zuerst einmal allen ein frohes Fest und nen guten Rutsch. Ja, das mit dem Nachnamen ist fies *lach* ich bin da ja noch mehr gestraft wg. des Vornamens… wie oft wird mein Name dermaßen umgedeutet, dass ich eine Frau mit Doppelnamen sei:

    „Sehr geehrte Frau Kim Heinz-Hübel“…

    Inzwischen stehe ich nach über 40 Jahren drüber und habe mich an so einiges gewöhnt, so dass ich hier wirklich nur noch schmunzelnd hinschauen kann und grinse…

    Liebe Grüße
    Kim

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      24. Dezember 2019 um 12:16
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      @Kim:
      Ja, das ist mein Grinsekater 😀

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    23. Dezember 2019 um 18:30
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    Hallo,

    Ich wünsche Dir ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes gutes Jahr 2020.

    LG Bernhard

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      23. Dezember 2019 um 19:33
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      @Bernhard:
      Herzlich Willkommen! Danke. Dir wünsche ich natürlich auch ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2020.

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    23. Dezember 2019 um 15:54
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    Gut ist, dass es größere Probleme gibt.
    Eine Variante wäre, das Ganze mit Humor zu betrachten und mit Vergnügen zu zelebrieren.

    Ich schreibe das, weil mir immer wieder auffällt, wie leicht wir Dinge zu Problemen stilisieren, die definitiv keine sind.

    Lasst uns froh sein, dass wir (Felltiere eingeschlossen – habe gerade wieder eine neue Erfahrung diesbezüglich machen müssen) gesund sind, ein Dach über dem Kopf haben, nicht frieren müssen, genügend zu essen haben ….

    Den meisten von uns geht es SEHR gut. Das sollten wir im Fokus haben, nicht Probleme mit dem Buchstabieren unserer Namen (Blaes ist auch nicht einfach).

    Weihnachtliche Grüße von Renate, die sich unbändig freut, dass ihr Rosso wieder munter ist und durch die Gegend rennt. Denn das hat er zwei Tage lang nicht gemacht …

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      23. Dezember 2019 um 19:38
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      @Renate Blaes:
      Liebe Renate, ich habe es mit Humor genommen. Ansonsten hätte ich den Tag „Humorvoll“ nicht verwendet. Ich hätte vielleicht ein paar Smilies in den Text einbauen sollen. Aber da Emojis gegen die DSGVO verstoßen (hörte ich zumindest!) habe ich das gelassen. Der Beitrag ist nicht allzu ernst zu nehmen. Vermutlich ist er doch „strenger“ rüber gekommen, als er eigentlich gemeint war. Schade!

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    22. Dezember 2019 um 21:41
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    Ja das ist ja ätzend – vielleicht ist das mit dem großen H und kleinen übel am besten, damit die das verstehen 😉 Aber Mama kennt das auch – früher mal Holz, da musste sie auch immer sagen, „Wie das im Wald“ und jetzt als Wetzel – wird sie auch oft Wenzel genannt 🙄
    Schlimm schlimm.
    Schnurrer Engel

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      23. Dezember 2019 um 14:57
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      @engelundteufel:
      Ja, ich muss lernen, mir dies anzugewöhnen. Der GöGa hat damit Erfolg, dann werden sie es auch bei mir verstehen 🙂 Mit „Holz“ war es ganu so? Tatsächlich? Hier gibt es viele „Holz“ und wir kennen im privaten Umfeld gleich drei Familien, die „Holz“ heißen. Wüsste nicht, dass die mit ihrem Namen Probleme haben *überleg*. Aber bei „Wetzel“ kann ich mir das schon vorstellen. Ich habe auch lange gebraucht bis ich aus „Wenzel“ „Wetzel“ gemacht habe, um ehrlich zu sein. Doch jetzt hab‘ ich es drauf. Wir stehen ja ständig in Kontakt. Hab’s über die Jahre gelernt *stolzbin* *g*

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