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Hoffentlich bekomm‘ ich die Odysee noch richtig zusammengefasst *lach*.
Mit dem Junior war ich am 13. September 2021 zur Kontrolle beim Augenarzt in der Sehschule. Er bekam eine Verordnung für eine neue Brille und dazu auch ein Rezept über Okklueasy, einem Augenpflaster aus Stoff, das über das Brillenglas gezogen werden kann. Ein „Abkleben“ des Auges duldet der junge Mann nicht (mehr!). Daher der Brillenglas-Überzug.

Am 15. September 2021, also zwei Tage nach dem Augenarztbesuch, fuhr ich zur Apotheke, um das Rezept über das Okklueasy abzugeben. Noch am selben Tag kam ein Anruf: „Tut mir leid, wir können Ihnen das Augenpflaster leider nicht besorgen (irgendein „Wir haben keinen Vertrag“ Blabla), kommen Sie das Rezept bitte wieder abholen und lösen es direkt beim Optiker ein.“ Also fuhr ich am Nachmittag erneut zur Apotheke, um das Rezept wieder abzuholen.

Am 17. September 2021 fuhr ich mit dem Junior in die Stadt, damit er sich eine neue Brille aussuchen konnte. Dort gab ich dann auch das Rezept über das Okklueasy ab. „Ja, das können wir Ihnen besorgen. Wenn die Brille fertig ist, dann liegt auch das Okklueasy mit dabei.“ Am 27. September 2021 bekam ich eine SMS: „Ihre Brille liegt zur Abholung bereit.“

Aufgrund diverser Umstände konnte ich mit dem Junior die neue Brille erst am 04. Oktober 2021 abholen. Nachdem die Brille angepasst war, schlenderten wir zur Kasse und bezahlten. Und…verließen das Geschäft! Zuhause und dann auch noch zwei Tage später, also am 06. Oktober 2021, fiel mir siedend heiß ein: wir haben das Okklueasy völlig vergessen!

Am frühen Morgen des 07. Oktobers 2021 rief ich beim Optiker an und hakte nach. Mir wurde Folgendes am Telefon mitgeteilt (nachdem eine Kollegin befragt wurde): „Es tut mir sehr leid. Wir haben das Rezept verlegt und finden es nicht mehr. Wir haben den Augenarzt angerufen. Der hat uns mitgeteilt, dass Sie persönlich vorbei kommen müssen, um ein neues Rezept bekommen zu können. Der Augenarzt muss die Versichertenkarte Ihres Sohnes zunächst einlesen.“

Vorsichtig gesagt: ich war angepi**t!
Wie kann man ein Rezept verlegen? Ich musste somit abermals in die Stadt fahren. Am 11. Oktober 2021 suchte ich also den Augenarzt auf, um das neue Rezept abzuholen und die Versichertenkarte einlesen zu lassen. Im Anschluss daran musste ich dann quasi ans andere Ende der Stadt fahren, um den Optiker erneut aufzusuchen. Dort gab ich das Rezept nun also zum zweiten Mal (!) ab. „Danke, wir melden uns, sobald das Augenpflaster bei uns ist.“, wurde mir gesagt.

Was blieb nun anderes übrig als zu warten? Und zu hoffen, dass dieses Mal alles glatt über die Bühne gehen würde! Es verging eine Woche, ohne dass ich etwas hörte. Ich dachte mir noch nichts dabei. Dann waren wir am 22. Oktober 2021 angekommen und immer noch hat sich der Optiker bezüglich des Augenpflasters nicht gemeldet. Schließlich rief ich am 25. Oktober 2021 dorthin an und hakte nach. „Oh, tut mir leid, ich kann Ihnen darüber keine Auskunft geben. Meine Kollegin ist heute und morgen nicht im Haus, aber ich hinterlasse ihr eine Notiz und sie kann Sie dann zurückrufen.“ Einwandfrei *Sarkasmus*.

Am frühen Mittag des 27. Oktobers 2021 kam dann auch tatsächlich der angekündigte Anruf der Kollegin, die mir – Achtung! – Folgendes mitteilte: „Das Rezept ist unvollständig. Es fehlt, für welches Auge das Pflaster sein soll und außerdem auch die Produktnummer. Wir haben schon mit dem Augenarzt telefoniert. Dieser hat uns gesagt, dass Sie das neue Rezept mit allen Daten bei ihm abholen können.“ Und dann kam es noch dicker: „Und dann gehen Sie damit zur Apotheke.“

Jetzt kam ich so ganz gemächlich und gemütlich langsam an den Punkt, an dem ich explodierte. Gelinde gesagt: ich war stinksauer! Wieso jetzt vom Optiker, vom dem ich immer nur gehört habe: „Ja, wir besorgen es.“, plötzlich doch zurück zur Apotheke, die es von Anfang an nicht besorgen konnte? Und wieso unvollständiges Rezept? Der Augenarzt sollte doch wissen, welche Daten auf solch ein Rezept kommen müssen?

Noch am selben Tag rief ich beim Augenarzt an: „Hören Sie gut zu. Ich komme jetzt nicht noch einmal zu Ihnen gefahren, nur weil Sie nicht dazu in der Lage sind, ein Rezept richtig auszustellen. Sie sollten eigentlich wissen, was an Daten da alles drauf muss.“ „Es tut mir leid, aber das kann ja mal vorkommen.“, konterte die Dame am Telefon und damit schien das Thema für sie abgehakt zu sein. „Ich fahre seit Wochen hin und her. Jetzt würde ich Sie bitten, mir das neue Rezept per Post zukommen zu lassen. Es reicht langsam.“ „Ja gerne, wir senden es Ihnen zu.“ – Danke & Tschüss

Einen Tag später, also am 28. Oktober 2021, habe ich durch einen Zufall unseren Apotheker getroffen. Er ist unser Nachbar und ich sprach ihn nochmals auf das Rezept an, das er ja nicht einlösen konnte, und sagte ihm, ich sei vom Optiker wieder zurück an ihn verwiesen worden. Er sagte nur: „Ich kann da nix machen. Ich kann Ihnen das Augenpflaster nicht besorgen. Am Besten Sie rufen mal bei der Krankenkasse an und haken dort nach.“

Oookay, holen wir auch noch die Krankenkasse mit ins Boot. Warum auch nicht? Klasse! Am 29. Oktober 2021 sagte mir eine nette Dame von der Krankenkasse: „Aber warum reicht der Apotheker keinen Antrag bei uns ein? Wir können den prüfen und wenn wir dann der Meinung sind, wir können das Hilfsmittel bezuschussen, dann stellen wir dem Apotheker eine Genehmigung aus. Ach…Moment bitte…ich seh‘ gerade, wir haben vor ein paar Tagen einen Anruf erhalten…von einer Apotheke…hmmm…komisch, allem Anschein nach wurde da bereits angefragt. Am Besten, Sie sprechen Ihren Apotheker nochmals darauf an.“ Ey, da verliert man doch die Lust. Oder?

Nix mach‘ ich, dachte ich bei mir, und überlegte schon, wie es weitergehen könnte!
Das neue Rezept trudelte per Post dann am 02. November 2021 bei mir ein (inkl. aller Daten, die auf dem vorherigen Rezept gefehlt hatten). Und auch an dem Tag meldete sich der Optiker wieder zu Wort: „Meine Kollegin hat sich geirrt, wir besorgen das Augenpflaster. Uns haben nur Angaben gefehlt, die auf dem Rezept nicht eingetragen waren. Wenn Sie ein neues Rezept mit den Daten bekommen, können Sie es durchaus bei uns abgeben. Sie müssen nicht zur Apotheke fahren.“ Ey, Leute – weiß bei Euch eigentlich die rechte Hand, was die Linke tut? Kommt ihr noch klar?

Am 12. November 2021 (2 ganze Monate nach dem allerersten Augenarztbesuch) fahre ich nun einmal mehr zum Optiker in die Stadt. Das Eine kann ich Euch mit absoluter Gewissheit sagen: wenn ich es dieses Mal wieder nicht bekommen sollte, das verdammte Augenpflaster, dann ist die Bude zu klein…2 ganze Monate renne ich dem Ding jetzt schon hinterher.

Das ganze Hickhack kostet nicht nur Nerven, sondern auch Zeit (die sowieso arg begrenzt ist) und darüber hinaus jedes Mal auch Parkgebühren (und die Stadt ist teuer!).

Von A nach B und von Hinz zu Kunz
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9 Gedanken zu “Von A nach B und von Hinz zu Kunz

  • 30. November 2021 um 08:00
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    Ja, da schwillt einem irgendwann der Kamm. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Und das alles wegen einem Stück Stoff, wenn ich das so richtig sehe.
    Wärst du schneller gewesen, wenn du selbst was genäht hättest *lol*.

    Aber Gott sei Dank ist das Ding ja mittlerweile da.

    LG Frauke

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    • 1. Dezember 2021 um 19:35
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      @Fraukografie:
      Wenn ich nur nähen könnte…

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  • Pingback:Endlich! Es hat ein Ende | Famillini

  • 11. November 2021 um 18:38
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    Liebe Sandra,

    im Grunde genommen ist das echt alles Bürokratie und daran scheitern ja auch so viele Dinge. Klar, dass man pro Quartal jeweils ein neues Rezept benötigt, aber alles hätte ja auch im 3. Quartal schon erledigt sein können.

    Liebe Abendgrüße und bloß nicht weiter ärgern, lohnt ja eh nicht
    Christa

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    • 12. November 2021 um 11:47
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      @Christa:
      Moin liebe Christa!
      So ist es, liebe Christa. Genau so. Alles hätte im 3. Quartal erledigt werden können, da ich im September alles bereits vorgelegt hatte. Da der Optiker das Rezept verschlampt hat, konnte er nichts bestellen, hat mir aber auch nichts davon gesagt. Hätte ich nicht nachgefragt, würde ich vermutlich heute noch nicht wissen, dass das Rezept eigentlich verloren ging. Ärgerlich sowas. Da beeilt man sich und ist letztlich doch der, der wieder fahren muss und den Stress hat.

      Antworten
  • 10. November 2021 um 18:00
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    Da ist natürlich viel zusammengekommen. Ein Problem lag sicher im Quartalswechsel. Das 1. Rezept wurde vermutlich mit dem Ende des 3. Quartals, da nicht eingelöst, vernichtet. Aber natürlich hätte der Optiker dich darauf hinweisen müssen, dass er es nicht abrechnen kann. Da du aber selbst nicht aufgepasst hast, was du abholst, gab es für mein Gefühl noch keinen Grund „angep***t“ zu sein. Für Oktober (4. Quartal) war das neue Rezept und damit das Einlösen der Versichertenkarte zwingend notwendig. Nachdem ich mir das alles mehrfach durchgelesen habe, kann ich nur sagen, dass ich diesen Optiker zumindest nicht mehr aufsuchen würde. Mir ist nur nicht klar geworden, wieso überhaupt die Apotheke zuständig sein sollte. Dieses Teil ist doch ziemlich eindeutig etwas, das zur Brille gehört. Ich glaube, ich hätte mir das Teil selbst genäht 😉.
    Liebe Grüße – Elke

    Antworten
    • 10. November 2021 um 18:34
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      @Elke:
      Sekunde…das Rezept wurde am 13. September 2021 ausgestellt und am 15. September 2021 zur Apotheke gebracht. Am 17. September 2021 übergab ich es dann dem Optiker, da die Apotheke es nicht einlösen konnte. Am 27. September 2021 war die Brille fertig (da hätte dann auch das Okklueasy beiliegen müssen – das Rezept war innerhalb September sowohl ausgestellt worden, als auch beim Optiker vorgelegt worden).

      Aber: der Optiker hat das Rezept, das im September ausgestellt & vorgelegt wurde, verschlampt – es war dort nicht mehr auffindbar! Und das war nicht mein Verschulden. Aber deshalb musste ich erneut zum Augenarzt fahren. Weil ja nun tatsächlich ein neues Quartal begonnen hatte, dank der Schlamperei, und ich in der Tat die Karte des Juniors vorlegen musste. Hätte der Optiker das Rezept nicht verschlampt und es im September eingelöst und mir das Okklueasy besorgt, dann wäre ja alles gut gewesen.

      Ich war zurecht angep**t, liebe Elke.
      Denn es war die Schuld des Optikers und nicht meine. Ich habe das Rezept innerhalb September, also innerhalb des 3. Quartals, vorgelegt und um Einlösung gebeten.

      Der Optiker hatte das Rezept seit dem 17. September 2021 vorliegen und wenn das Augenpflaster – wie er gesagt hat – bei der neuen Brille dabei gewesen wäre (die am 27. September 2021 fertig war), dann wäre es auch völlig egal gewesen, das ich die Brille erst im Oktober, also im 4. Quartal, abhole, denn das Rezept wäre ja längst eingelöst gewesen.

      Durch die Schlamperei des Optikers aber musste ich erneut zum Augenarzt, weil ja nun das neue Quartal da war. Der Optiker hatte insgesamt 10 Tage Zeit, das Rezept einzulösen – denn dann war die Brille fertig. Darüber hinaus hätte er aber noch weitere 3 Tage Zeit gehabt, das Pflaster zu besorgen. Dass das Rezept verschlampt wurde, hätte mir niemand gesagt, wenn ich nicht nachgefragt hätte.

      Ich war schon ziemlich sauer! Und das zu recht. Jeder, mit dem ich darüber schon gesprochen habe, hat mir bestätigt, das so etwas inakzeptabel sei und eine Frechheit. Ich habe das Rezept innerhalb des Quartals abgegeben, Punkt. Der Optiker hätte es besorgen müssen und zwar bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Brille, so wie versprochen. Aber ich bekomme dann pünktlich zum neuen Quartal auf’s Brot geschmiert: „Oh, sorry. Das Rezept haben wir verschlampt.“

      Fand ich nicht gerade arg prickelnd…

      Antworten
  • 10. November 2021 um 16:13
    Permalink

    Boah, mir schwoll ja schon der Kamm alleine beim Lesen! Diese Geduld hätte ich niemalsnienicht aufgebracht. Bist du sicher, dass du ein Skorpion bist? Oder hast du einen ausgleichenden Aszendenten? 😉
    Ich kann ja froh sein hier zu wohnen. Mein Arzt gibt meine Rezepte nach nebenan zur Apotheke, die Apotheke liefert mir die Medikamente oder besorgt, was besorgt werden muss. Okay, mit nem Optiker ist es vielleicht etwas komplizierter, aber auch bei dem müsste alles entweder digital oder per Post / Kurier usw. möglich sein.

    Ich hoffe sehr, dass es jetzt klappt, denn sonst fegt sicherlich ein Sturm über Deutschland hinweg *huiiiiiiii*

    Antworten
    • 10. November 2021 um 18:06
      Permalink

      @Maksi:
      Ich bin ziemlich sicher, dass ich ein Skorpion bin *lach*. Glaube mir, ich habe mich selbst darüber gewundert, wie ich so geduldig sein konnte. Nun ja, da muss ich durch. Wenn das bald kein gutes Ende nimmt, dann ko**e ich *augenroll*.

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