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Anders als meine langjährige Bloggerfreundin Abraxandria wurde ich nicht in einem Testzentrum, sondern in meiner Hausarztpraxis geimpft. Mein „Stichtag“ war der 01. Juni 2021. Es handelte sich bei mir um die erste von zwei Impfungen. Ich ging mit etwas flauem Gefühl dorthin, da ich hier und da hörte, dass Nebenwirkungen aufgetreten waren. Und der Bericht Abraxandrias über ihre Erfahrung mit der Corona-Schutzimpfung hörte sich übel an. Aber: jeder Mensch reagiert anders auf Impfungen und Impfungen, egal welche, können immer Nebenwirkungen haben. Daher: Augen zu und durch! Es wird schon werden, dachte ich.

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Der sehr freundliche Empfang in der Hausarztpraxis ließ mein flaues Gefühl im Magen schnell schwinden. Nach der kurzen Anmeldung bekam ich ein Klemmbrett inkl. Frage- sowie Informationsbogen zum Ausfüllen und einen Stift in die Hand gedrückt. Nachdem ich den Fragebogen ausgefüllt und den Informationsbogen gründlich durchgelesen hatte, konnte ich die Unterlagen samt Zubehör wieder am Empfang abgeben. Mit weiteren ca. acht Impfwilligen saß ich dann in dem frisch gelüfteten Wartezimmer.

Wie ich durch eine unüberhöhrbare Kommunikation zwischen zwei älteren Damen erfahren konnte, waren diese bereits zum zweiten Impftermin gekommen und hatten es somit komplett „überstanden“. Geimpft wurden wir alle mit BioNTech.
Nach ca. 10 Minuten Wartezeit kam die Ärztin höchstpersönlich ins Wartezimmer und klärte ihre Patienten noch einmal kurz über das Nötigste auf, bestätigte auch wieder den Impfstoff BioNTech und bot freundlich an, bei weiteren Fragen gerne bereit zu stehen. Jedoch fühlte sich jeder wohl hervorragend aufgeklärt, denn Fragen bestanden keine.

Abschließend informierte sie darüber, dass entweder direkt im Wartezimmer geimpft werden könne oder – wenn man dies bevorzuge – in einem separaten Raum, der sich neben dem Wartezimmer befand. Dann verließ sie das Wartezimmer und wünschte allen noch einen „schönen Tag mit hoffentlich viel Sonnenschein.“
Nach weiteren 2 Minuten betrat eine Arzthelferin den Raum und begann damit, zu impfen, wobei sie jeden fragte, welchen Raum er bevorzugen würde. Von da an ging alles sehr schnell über die Bühne. Wir alle waren innerhalb nur weniger weiterer Minuten geimpft.

Anschließend mussten wir jedoch noch 15 Minuten vor dem Praxiseingang „an der frischen Luft“ warten bevor wir endgültig wieder nachhause fahren durften. In der Zwischenzeit wurde die Corona-Schutzimpfung in die Impfausweise eingetragen, die von einer netten Arzthelferin gebracht und verteilt wurden.

Ich muss sagen, die Hausarztpraxis hat ihren Job sehr gut gemacht. Ich habe mich gut aufgehoben und ausreichend informiert gefühlt. Es blieben keine Fragen offen und auch die Ärztin war, wie eigentlich immer, gut gelaunt und zeigte keine Anzeichen von Hektik, Ungeduld oder Zeitdruck. Offiziell war die Praxis bereits geschlossen, geimpft wurde außerhalb der Sprechzeiten in der eigentlichen Mittagspause. Die Impfung wurde mir von einem jungen, ziemlich jungen, Arzthelfer verabreicht. Sie tat nicht weh. Von dem zuvor kurz angekündigten „Pieks“ habe ich nichts gepürt.

Geimpft wurde ich am 01. Juni 2021, 13:10 Uhr
Um kurz vor 15:00 Uhr überfiel mich urplötzlich eine derbe Müdigkeit, die mich letztlich auf die Couch zwang, da mir kein Handgriff mehr gelingen wollte und meine Augen sich mir wiedersetzten und immer wieder zu fielen. Zwei lange Stunden war ich im Land der Träume. Gut, dass ich vorgesorgt habe und der Junior vom Opa nachhause gebracht wurde nach der außerschulischen Nachmittagsbetreuung.

Als ich aus meiner „Ohnmacht“ wieder erwacht war und mich von der Couch quälte, bemerkte ich, dass ich leichte Kopfschmerzen hatte. Ich hoffte, diese würden nicht stärker werden. Am späten Nachmittag und am Abend bemerkte ich weitere, aber nur sehr leichte und absolut erträgliche, Nebenwirkungen der Impfung. Der Arm mit dem „Pieks“ juckte geringfügig an der Einstichstelle. Es war kein anhaltendes Jucken, sondern eher ein sporadisch auftretendes Jucken, das jedoch nicht unangenehm war und nach einem Darüberstreichen mit der flachen Hand sein Ende fand. Kurzweilig hatte ich das Gefühl, dass der geimpfte Arm leicht warm war, aber dieses Gefühl verschwand nach ca. 1 Stunde wieder.

Am nächsten Tag (02. Juni 2021) bemerkte ich Schmerzen im Oberarm links, da, wo ich geimpft wurde. Es fühlte sich fast so wie Muskelkater an und es war schwierig, den Arm zu heben, da er, wenn ich ihn streckte, übelst zog. Der Arm fühlte sich schwer an, als ob Blei darin wär‘. Dieses Gefühl hielt den ganzen Tag an. Und wenn ich die Hand auf den Oberarm legte und leicht drückte, fühlte ich einen leichten Schmerz.

Aber vor Übelkeit, Brechreiz, intensiven Kopfschmerzen sowie weiteren schlimmeren Nebenwirkungen wurde ich verschont, sodass ich sagen kann, dass ich die erste Corona-Schutzimpfung super überstanden habe. Das lässt für die zweite Impfung hoffen, von der ich mir wünsche, das sie genau so verläuft.

Gesundheit ist das höchste Gut!

Eine Corona-Schutzimpfung wird Euch nicht vor einer Ansteckung bewahren, aber dank der Schutzimpfung wird der Krankheitsverlauf milde sein. Daher: lasst Euch impfen! Weiterhin besteht natürlich die Pflicht zum Tragen einer FFP-2 Maske. Außerdem müssen die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin eingehalten werden. Zum eigenen Schutz und zum Fremdschutz, natürlich.