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In diesem Beitrag hatte ich das oben genannte Plugin bereits kurz angesprochen. Ich will Euch heute mehr darüber erzählen. Warum? Weil ich es einfach nur großartig finde und ich denke, es könnte etwas für Fotografen sein und für all diejenigen, die ihre Fotografien innerhalb eines schönen (und professionell anmutenden) Rahmens präsentieren wollen. Das WordPress Plugin “WP Photo Album Plus” von J. N. Breetvelt basiert auf dem WordPress Plugin “WP Photo Album” (Version: 1.5.1) von R. J. Kaplan. Es steht in den Sprachen holländisch, slowakisch, polnisch, ukrainisch, italienisch und deutsch zur Verfügung. Wie in der Plugin-Beschreibung schon geschrieben steht: das Plugin “WP Photo Album Plus” stellt weitaus mehr dar, als “nur” eine 08/15 Möglichkeit seine Fotografien online zu präsentieren.

WP Photo Album Plus ist ein vollständiges, über die Maßen anpassbares Multimediaverwaltungs- und -anzeigesystem*

* Multimedia deshalb, weil nicht nur Fotografien angezeigt werden können, sondern auch die Einbindung von Audio-, Video- sowie PDF-Dateien möglich ist.

Kommen wir zunächst zu den Hauptmerkmalen dieses wunderbaren Plugins. Alle Funktionen sind “free” (dt. frei), d. h. es muss keine Pro-Version, die ggf. noch über zusätzliche Features verfügt, gekauft werden. Alles, was das Plugin kann, beinhaltet bereits die Free-Version. Das ist ein großer Pluspunkt in meinen Augen. Die Hauptmerkmale sind:

  • Alben können sowohl Multimediadateien jeder Art als auch Unteralben enthalten
  • Unbegrenzte Alben-Anzahl
  • Volle Kontrolle über Anzeigegrößen, sowohl responsiv als auch statisch
  • Volle Kontrolle über Links von jedem Fototyp
  • Volle Kontrolle über Metadaten: EXIF- und IPTC-Daten können per Schlüsselwort in der Medienbeschreibung verwendet werden
  • Bis zu 10 benutzerdefinierte Metadaten-Felder für Alben und Medien
  • Uploads über die Webseite
  • Massenimporte
  • Eingebautes überlagerndes Lightbox-System
  • Eingebaute Google-Maps-Anzeige basierend auf GPX(EXIF)-Daten der Fotos
  • Eingebaute Suchfunktion unter anderem für Schlüssel- und Schlagworte
  • Ein anpassbares Bewertungssystem
  • Ein anpassbares Kommentarsystem
  • Moderation von Benutzeruploads und -kommentaren
  • Anpassbares E-Mail Benachrichtigungssystem
  • 20 Widgets, z. Bsp. hochladen von Fotos, Foto-Diashow, Foto des Tages, Fotosuche, Foto Top 10, Sidebar-Slideshow, Best Of Photos, Album-Navigator und vieles mehr
  • Unterstützt Cloudinary Cloud Storage Service
  • Unterstützt Fotomoto Print Service
  • Erforderliche Wartung wird vollständig durch Hintergrundprozesse (sog. Cron Jobs) durchgeführt
  • Erweitertes System zur Protokollierung von Fehlern und Ereignissen
  • Ausführliche Dokumentation auf: https://www.wppa.nl/ (in englischer Sprache!)

Quelle: https://wordpress.org/plugins/wp-photo-album-plus/

Dies ist nur ein kleiner Bruchteil dessen, was dieses Plugin alles “drauf hat”. Darüber hinaus gibt es noch sooo unendlich viel mehr. Davon erzählen auch die weit über 900 Einstellungen, die man vornehmen kann. Ganz genau sind es 973 Einstellungen und 144 Laufzeit-Parameter. Ja, ich weiß, das hört sich massiv an und es klingt zudem nach unendlich viel Arbeit. Aber wenn man sich das Plugin 2 oder 3 Tage intensiv betrachtet hat, dann fällt die hohe Anzahl der Einstellungen nicht mehr ins Gewicht. Eigentlich ist alles selbsterklärend und viele Einstellungen können auch so belassen werden, wie sie “von Haus aus” sind.

Wie ihr oben vielleicht heraus gelesen habt, hättet ihr auch die Möglichkeit, Uploads zu starten. Das heißt, ihr könntet Eure Bilder auf meine Webseite stellen, sogar Alben anlegen dafür. Sofern ich diese Einstellung auf “ja” setze. Allerdings kommt dies für mich nicht in Frage, daher habt ihr diese Möglichkeit bei mir nicht.

Das Kommentar- und Bewertungssystem ist großartig, finde ich. Ich wurde in privaten E-Mails von LeserInnen meines Blogs immer mal wieder danach gefragt, ob in Galerien zusammengefasste Fotografien auch bewertet und/oder kommentiert werden könnten. Dies musste ich immer verneinen. Jetzt ist diese Möglichkeit gegeben. Und ich hoffe, sie wird auch genutzt!

Ihr könnt mit diesem Plugin die Cover der einzelnen Alben ganz individuell gestalten, ganz nach persönlichen Vorlieben. Außerdem könnt ihr die Anzeige und das Layout der einzelnen Thumbnails selbst gestalten. Allein die Diashow hält 70(!) verschiedene Einstellungen bereit, die Lightbox verfügt über 27 und die Kommentare über 16 verschiedene Einstellungen. 37 verschiedene Einstellungen könnt ihr in dem Bereich “Bewertungen” vornehmen und diesen so Euren Wünschen und Vorstellungen anpassen.

Die Beispiele der vorgenannten Einstellungen gehören zu den “Basic Settings” (= grundlegende Einstellungen). Darüber hinaus hält das Plugin auch “Advanced Settings” (= erweiterte Einstellungen) bereit. Hierunter fallen z. Bsp. die Bereiche “E-Mail” (14 verschiedene Anpassungen möglich), “Dateien” (3 verschiedene Anpassungen möglich), “Admin” (70 verschiedene Anpassungen möglich). Die Reiter “Maintenance”, “EXIF”, “IPTC”, “GPX”, “Constants” und “Misc” verlangen dagegen nach nur wenigen Anpassungen. Ich habe in den vorgenannten Bereichen zum Beispiel keine einzige machen müssen.

Das Plugin ist eine gute Mischung aus deutscher und englischer Sprache. Es gibt Hilfstexte (= kleine Erläuterungstexte zu den einzelnen Einstellungen), die teilweise in deutsch und teilweise in der englischen Sprache verfasst sind. Der Umgang mit dem Plugin und seinen Einstellungen ist dennoch einfach, sofern Grundkenntnisse in englisch vorhanden sind. Ich habe mir als kleine Hilfe zuweilen den “Google Übersetzer” in einem neuen Tab geöffnet, der mir an so mancher Stelle weitergeholfen hat.

Das Plugin speichert Änderungen, die vorgenommen wurden, selbstständig. Es gibt keinen “Speichern” oder “Save Settings” Button. Zum Einbinden der Alben wird ein Shortcode benötigt, den man in eine Seite (z. Bsp. Meine Fotoalben) einbindet. Kommen neue Alben hinzu, werden diese automatisch dieser Seite zugeordnet und erscheinen ohne weiteres Zutun.
Du kannst ein Album jederzeit um neue Bilder bereichern, welche dann (je nach Einstellung, die Du gemacht hast) als “NEU” gekennzeichnet werden. Änderst Du ein vorhandenes Bild, erhält es – je nach vorgenommener Einstellung – die Bezeichnung “GEÄNDERT”. Hier kannst Du auch einstellen, wie lange “NEU” und “GEÄNDERT” gelten soll (bei mir wird ein Bild 3 Tage als NEU bwz. GEÄNDERT markiert).

Es ist auch möglich mit den zusätzlichen Plugins “Cube Points” oder “MyCRED” Punkte an die Kommentatoren, Bewerter und Uploader von Fotografien zu verleihen. Die Punkte können für “einen gegebenen Kommentar”, “für einen erhaltenen und genehmigten Kommentar”, “für eine abgegebene Bewertung” und “für einen erfolgreichen Frontend-Upload” vergeben werden, wobei man hier die Anzahl der Punkte, die man für die einzelnen Bereiche vergeben möchte, frei wählen kann. Die Punkte können dann gesammelt und gegen Prämien eingetauscht werden (z. Bsp. Einsicht in einen geschützten Bereich der Webseite oder die Freigabe zum Download eines sog. Freebies [= digitales Geschenk]). Super Funktion (und vielleicht auch eine motivierende Funktion), kommt aber für mich nicht in Frage!

Bei weit über 900 verschiedenen Einstellungen (= Settings) wäre es viel zu umfassend, alles aufzulisten, was das Plugin kann. Das würde den Rahmen hier eindeutig sprengen. Daher habe ich nur mal das in meinen Augen Markanteste angeführt. Am Besten wäre es, das Plugin einmal selbst zu testen, sofern es für jemanden interessant erscheint. Sicherlich werden die Betreiber eines reinen Fotoblogs eher auf solch ein Plugin zurückgreifen wie der Blogger, der “nur” vereinzelt Fotografien zeigt bzw. auch keine Alben anlegen möchte.

Mein Fazit:

Dieses Plugin hat weitaus mehr Vorteile, als es Nachteile hat. Ein Nachteil ist beispielsweise, dass die entsprechende Dokumentation nur in der englischen Sprache verfasst ist und der deutsche Anwender hier das Nachsehen hat, wenn er nicht perfekt englisch spricht. Denn die Fachbegriffe machen das Verständnis manchmal schon recht schwierig. Und eine Übersetzung ins Deutsche mithilfe von “Google Übersetzer” nimmt darüber hinaus sehr viel zusätzliche Zeit in Anspruch.

Sollte dieses Plugin aktiv verwendet werden, so muss darauf geachtet werden, dass die Datenschutzerklärung dementsprechend angepasst wird (z. Bsp. werden Daten an den Server übertragen wenn kommentiert wird). Entsprechende Hinweise sind in der immer aktuell zu haltenden Datenschutzerklärung einzutragen und die Besucher der Webseite sollten darüber hinaus über die Änderungen in der Datenschutzerklärung hingewiesen werden. Welche Angaben aufgenommen werden müssen, sind der Beschreibung des Plugins zu entnehmen.

Trotz der 973 verschiedenen Anpassungen (Einstellungen) und der 144 Laufzeit-Parameter ist das Plugin sehr übersichtlich gestaltet. Es gibt zwei große Bereiche die “Basic Settings” und die “Advanced Settings” und die beiden Bereiche sind je nochmals in Reiter unterteilt (siehe nachfolgendes Foto ↓).

Bei den Einstellungen handelt es sich zumeist um welche, die durch das Setzen bzw. Entfernen eines “Häkchens” auf aktiv bzw. inaktiv gesetzt werden können.

Insbesonders begeistert bin ich von der Möglichkeit Fotos zu bewerten und zu kommentieren. Diese Möglichkeit habe ich in einer kostenfreien Plugin-Lösung bisher noch nie erlebt. Auch, dass das Plugin “WP Photo Album Plus” so viele Widgets mit sich bringt, ist eine feine Sache. Auch hier hat man ein paar (23 [um genau zu sein]) Möglichkeiten der Anpassung der Widgets an persönliche Wünsche und Vorstellungen.

Ein bisschen schade, aber nur ein bisschen, ist, dass das Plugin eine eigene Lightbox mitbringt. Daher ist es nicht möglich, ein separates Plugin für eine Lightbox (z. Bsp. WP Lightbox 2) aktiv zu betreiben. Die Fotos in meinen Beiträgen hätte ich zu gerne aus der Lightbox des Plugins “WP Photo Album Plus” ausgeschlossen und weiterhin mit dem WordPress Plugin “WP Lightbox 2” gezeigt. Aber wie gesagt: dies ist ein Punkt, der kaum ins Gewicht fällt!

Der Shortcode zum Einbinden von Alben ist abänderbar. Das ist gut. So kann man z. Bsp. ausgewählte Alben auch auf verschiedenen Seiten und/oder auch in Beiträgen oder gar der Sidebar zeigen.

Ratsam ist auf jeden Fall die Eröffnung einer Unterseite zur Hauptseite, auf der man das Plugin dann ausgiebig testen kann, ohne den laufenden Betrieb der Webseite zu beeinflussen. So ist es nach einer ausgiebigen Testphase sehr viel einfacher das Plugin später auf der Hauptseite “in Betrieb” zu nehmen. Wenn überhaupt gibt es nur geringe “Einbußen” während das Plugin auf der Hauptseite konfiguriert wird (z. Bsp. kurzweilige Probleme der Darstellung bereits veröffentlichter Fotografien).

Was soll ich noch sagen? Das ist MEIN Plugin! Ich finde es großartig. Die Funktionen sind umfassend und lassen – meiner Meinung nach! – keine Wünsche offen. Und das alles völlig kostenfrei!

HINWEIS:
Nach Installation und Konfiguration von “WP Photo Album Plus” hier auf Famillini.de werde ich Euch ein Test-Album präsentieren. Ich hätte zu gerne Eure (ehrlichen!) Meinungen zu dem von mir so favorisierten Plugin gehört bzw. gelesen *lach*. Das Test-Album wird Eure Beiträge zu meinem Fotoprojekt “Spiegelungen” enthalten. So kann ich Euch in einem Zuge auch zeigen, wie die Verlinkung der einzelnen Bilder vonstatten geht. Das Test-Album wird in den nächsten Tagen hier auf Famillini.de im Rahmen eines Beitrages erscheinen. Ich bin auf Eure Meinungen sehr gespannt!

Mein Tipp: WordPress Plugin “WP Photo Album Plus”
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4 Gedanken zu “Mein Tipp: WordPress Plugin “WP Photo Album Plus”

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